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Was ist ein Dispositionskredit?

Ein Dispositionskredit ist ein Überziehungskredit auf dem Girokonto. Dieser kommt zum Einsatz, wenn das Guthaben auf jenem Girokonto aufgebraucht ist und der Anleger in die Verlustzone rutscht. Der Dispokredit kann ohne besondere Ankündigung in Anspruch genommen werden und tritt automatisch in Kraft, sobald das Girokonto überzogen wird.

Somit ergibt sich kein bürokratischer Mehraufwand. Wie es für Kredite üblich ist, so verlangt auch in diesem Fall die Bank Zinsen. Diese können bei einem Dispositionskredit bis zu 15% betragen. Dies stellt auch gleichzeitig einen großen Nachteil dar, da sich bei längerer Inanspruchnahme des Kredits die Zinsen sehr schnell aufsummieren.

Ist absehbar, dass sich das Girokonto über einen längeren Zeitraum in der Verlustzone befinden wird, ist es deshalb ratsam, über einen klassischen Ratenkredit nachzudenken, bei welchem die Zinsen häufig weitaus niedriger ausfallen.

Um gar nicht erst in die Bredouille zu geraten, einen Dispositionskredit in Anspruch nehmen zu müssen, eignet sich eine persönlich festgelegte Barriere an Guthaben auf dem Girokonto, welches nicht unterschritten wird. Eine weitere Strategie stellt das konsequente Führen eines Haushaltsbuches dar, in welchem alle Einnahmen und Ausgaben festgehalten werden, um in einem zweiten Schritt zu überprüfen, ob ein optimales Wirtschaften im Haushalt stattfindet.

Sollte es sich einmal doch nicht vermeiden lassen in die rote Zone zu rutschen, sind folgende Informationen unbedingt einzuholen:

  1. Die Höchstgrenze des Darlehens.
  2. - In einem Fall hat das Bundesgerichtshof entschieden, dass die Bank bei kurzfristiger Überziehung des Dispokredits keine pauschalen Mindestgebühren verlangen darf.
  3. Ganz wichtig: Der zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme geltende Jahreszins.
  4. - Mittlerweile sind die Banken gesetzlich verpflichtet, ihren Dispozinssatz im Internet zu veröffentlichen.
  5. Die Bedingungen, unter denen der Zinssatz geändert, sprich auch erhöht, werden kann.
  6. Wann sind die Zinsen zu bezahlen?
Ist man etwa mit der Höhe des Zinssatzes unzufrieden, so kann sich ein Wechsel der Bank lohnen. Auch hier schreibt das Gesetz den Banken vor, den Kunden bei einem Kontowechsel zu unterstützen.

Es lohnt sich als Verbraucher also durchaus, sich mit dem komplexen Thema Dispositionskredit auseinanderzusetzen.

Letzte Änderung Donnerstag, 19 April 2018 15:57
Franzi Heine
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