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Mittwoch, 14 Dezember 2011 17:22 | geschrieben von

Wie & Wann kann man beim Rechnungskauf die Waren zurückgeben?

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Jeder Kunde hat das Recht Waren innerhalb einer bestimmten Frist zurückzugeben. Das ist besonders bei Online-Bestellungen wichtig, da nicht selten die falsche Größe bestellt wird, oder aber die Produkte nicht den Erwartungen entsprechen. Dieser Zeitraum ist per Gesetzt definiert.

Das gesetzliche Widerrufsrecht beträgt 14 Tage. Innerhalb dieses Zeitraumes kann der Kunde ohne Angabe von Gründen die bestellte Ware an den Verkäufer zurückgeben. Viele Shopbetreiber ermöglichen Ihren Kunden aber eine verlängerte Rückgabemöglichkeit.

Hierbei handelt es sich nicht um defekte Artikel oder Mangelware. Auch wenn die Produkte nicht der Erwartung entsprechen kann man diese problemlos zurücksenden. Damit die Rückgabe rechtskräftig ist, muss die Absendung innerhalb der Widerrufsfrist erfolgen.

Als Sicherheit sollte der Versandbeleg aufbewahrt werden. Bei möglichen Turbulenzen mit der Bestellung hat man somit immer einen Nachweis für den Rückversand. Viele Kunden fragen sich jedoch, wer die Kosten für den Rückversand übernimmt.

Gesetzliche Bestimmung

Vor geraumer Zeit wurde das Widerrufsrecht geändert. Bis 13. Juni 2014 waren die Onlineshops in Deutschland verpflichtet, die Kosten für eine Warenrücksendung innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist (14 Tage) zu übernehmen; bei folgenden Kriterien:

  • Falschlieferung oder mangelhaftes Produkt;
  • Warenwert der zurückgeschickten Artikel beträgt mindestens 40 EUR.

Neues Widerrufsrecht

  1. Widerruf einfach durch Warenrückgabe nicht mehr möglich
  2. Bis zum 13.06.2014 war es möglich, das Widerrufsrecht durch eine Warenrückgabe geltend zu machen. Diese Möglichkeit ist mit dem neuen Widerrufsrecht nicht mehr gegeben. Nach neuer Rechtslage muss der Käufer den Widerspruch „erklären“. Aus der Erklärung muss sich eindeutig ergeben, dass der Käufer den Vertrag widerrufen will. Das Wort "Widerruf" muss nicht zwingend verwendet werden.

  3. Es gibt kein Rückgaberecht mehr
  4. Bis 13.06.2014 haben Shopbetreiber bei Vertragsschluss statt des Widerrufsrechts auch ein Rückgaberecht angeboten. Vielen Kunden, wahrscheinlich auch vielen Shopbetreibern, war der Unterschied oft nicht klar. Daher wird auf ein gesondertes Rückgaberecht in Zukunft verzichtet. Es gibt nur noch ein einheitliches Widerrufsrecht.

  5. Widerrufsrecht für digitale Inhalte
  6. Neu ist ein Widerrufsrecht für digitale Inhalte. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Daten per Download oder auf einem Datenträger bezogen werden.

  7. Neues Widerrufsrecht gilt einheitlich in ganz Europa
  8. Zwar gab es bis dato in jedem Land der EU ein Widerrufsrecht. Jedoch wurde dieses Recht in jedem Land anders ausgestaltet. Ab dem 13.06.2014 ist damit Schluss. Das neue Widerrufsrecht gilt dann einheitlich europaweit: 14 Tage, wenn ordnungsgemäß belehrt wurde bzw. 12 Monate und 14 Tage, wenn nicht oder nicht korrekt belehrt wurde.

Im Klartext bedeutet das neue Widerrufsrecht, dass die Kunden die Rücksendekosten selbst tragen. Jedoch übernehmen viele Shops trotz dieser Klausel die Kosten für den Rückversand. Oft liegen schon "Retourscheine" in der Lieferung. Vor allem im Fashion-Bereich und bei Schuhen gehören Retouren zum Tagesgeschäft. Ohne kundenfreundliche Lösungen würden man nur die Konkurrenz stärken. Im Zweifelsfall sollte man immer zuerst beim Shop nachfragen. So spart man Geld und unnötigen Ärger.

Abwicklung

Für den kostenlosen Rückversand sollten Sie den vorgegebenen Ablauf des Online-Shops einhalten. Alle notwendigen Informationen werden auf der Shopseite veröffentlicht. Oft liegen die Retourenscheine/Retourenaufkleber der Lieferung bei. Oder man kann sich diese ausdrucken. Einige Anbieter verschicken diese auch per E-Mail. Danach kann das Paket zum genannten Versandunternehmen gebracht oder abgeholt werden..

Ausnahmen vom Widerrufsrecht

Es gibt einige Ausnahmen die eine Rückgabe auschliessen. Folgend sehen Sie die Ausnahmen, die von der Rücknahme ausgeschlossen sind:

  • nach Kundenspezifikation angefertigt – z.B. individuell bedruckte oder personalisierte Artikel
  • schnell verderbliche Waren – z.B. Lebensmittel oder Blumen
  • Software, CDs, DVDs, Blurays etc. - sofern Verpackung geöffnet bzw. Siegel entfernt wurde
Letzte Änderung Freitag, 08 Dezember 2017 14:49
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